Agile Priorisierung

Wie priorisiert man eigentlich richtig in einem agilen Umfeld? Auf diese Frage bekommt man eine Menge Antworten und viele sind rein theoretisch. Der oft beschriebene Ansatz ist sehr einfach: Erstelle eine priorisiertes Backlog. Der wichtigste Punkt kommt nach oben und der unwichtigste nach ganz unten. Dazwischen packe alle anderen Punkte - aber darauf das richtig priorisiert wurde. Von diesem Schritt ausgehend, ziehe einfach alle Punkte auf das Release Backlog, welches dann in den einzelnen Sprints aufgehen wird.

Das Konzept ist klar und einfach. Allerdings gibt es in vielen Projekten ein Backlog, welches weit mehr als 20 Einträge beinhaltet. Und mitunter recht viele "Stakeholder" welche eine eigene Sicht der Dinge vertreten. Und da kann es mitunter dauern bis alle Einträge priorisiert wurden und in die Reihenfolge feststeht. Hier kann es helfen ein Release in einzelne Abschnitte zu unterteilen, welche den Stakeholdern oder Abteilungen sehr nahe sind. Durch dieses "Aufbrechen" kann die Priorisierung dann sehr viel einfacher und schneller in kleinen Teams diskutiert und festgelegt werden.

Es folgt eine Variante des "Aufbrechens" in einzelne Themenbereiche:

- Strategie
Hier haben CEO, CTO und andere Strategen Platz, die wichtigsten Punkte unterzubringen. Es passen aber auch sehr profane Dinge wie Qualität in diesen Topf, oder aber einfacherer/bessere Bedienbarkeit etc.

- Kundenanforderungen/Sales

Markenrechte und die Freiheit

Gerade hatte ich mich an den Begriff Netbook gewöhnt und jetzt darf man ihn nicht mehr so verwenden wie man eigentlich möchte:

http://www.zdnet.de/news/business/0,39023142,39200710,00.htm

Ich denke zwar nicht das der Begriff sich so einfach aus der Welt schaffen läßt, aber man kann ja schon einmal über Alternativen nachdenken: Cloudbook oder Microbook fallen mir da spontan ein. Gewiss werden sich findige Analysten schon darüber Gedanken machen, wie wir die kleinen Gesellen zukünftig nennen werden.

Die Aufbereitung von Inhalten (gerade beim anhaltenden Trend Cloud computing) für Netbooks könnte übrigens von einigen Anbietern übrigens noch etwas besser gelöst werden - aber das liegt vielleicht daran das der Designer und Entwickler vor einem 30 Zoll Monitor sitzt ...

Android wurde übrigens auch gerade auf einem Netbook zum Laufen gebracht, wie diese News uns wissend macht:

http://neuerdings.com/2009/01/03/google-android-laeuft-auch-auf-einem-ne...

Das Android läuft heißt nicht gleichzeitig das ein Anwender das ganze auch benutzen kann. Allerdings braucht ein Cloud Service Device (macht sich gut als Akronym: CSD) auch nicht viel mehr als einen Browser und da schließt sich der Kreis, denn Google arbeitet gerade daran:

http://www.heise.de/newsticker/Google-kuendigt-Mac-und-Linux-Versionen-v...

Markenrechte, Patente oder aber Systeme die von einem Hersteller kontrolliert werden können, sind auf die Dauer einengend. Das sollten wir nicht vergessen, auch wenn manche Angebote noch so verlockend dargeboten werden.

Mobile Fragmentierung

Der mobile Markt war vor einiger Zeit recht übersichtlich und als Programmierer war klar welche Plattform mit welcher Sprache unterstützt werden musste, um eine breite Masse zu erreichen. J2ME als Technologie reichte aus um plattformübergreifend - manchmal mit devicespezifischen Anpassungen - die Anwendung zu erstellen. Seit einiger Zeit hat sich der Markt allerdings gewandelt und es ist davon auszugehen das sich das zukünftige Bild noch viel stärker verändern wird. Aus Hersteller-/ oder Entwicklersicht sind die aufkommenden Neuerungen nur bedingt positiv. So bleiben nur die Fragen: wie erreiche ich die meisten Anwender, was ist die beste Sprache/Technologie und welches ist der beste Weg dem Benutzer eine positive "user experience" zukommen zu lassen. Eine kurze - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - Übersicht.

Apple/iPhone
Im Bereich der "user experience" derzeitig eine der besten Möglichkeiten. Auch der Vertriebskanal ist denkbar einfach (sofern man keine Anwendung hat die Apple nicht passt und von daher nicht im Appstore landet). Wer allerdings noch keine Erfahrungen in Objective-C hat und keinen Apple mit OS X 10.5.2 sein eigen nennt wird nicht weit kommen, es sei denn, man entwickelt eine Web App - hier kann man mit HTML, CSS und JavaScript punkten, hat aber natürlich nicht den vollen Zugriff (na gut, den hat man beim iPhone ohnehin nicht :).

Google/Android

Übergeordnet

in
Ja, ich als ehemaliger Assembler Crack, C Programmierer, Python Hobby Entwickler, Java Coder, AJAX/JavaScript Hacker und PHP Versteher finde die Programmer Hierarchy sehr gut und sie trifft die Sache ziemlich genau.

Getreu dem Motto: Real programmers can write assembly code in any language ;)

MashItUp, aber sicher!

Top 15 web API categoriesNun ist es offiziell. Es gibt eine ganze Reihe von mehr oder weniger frei verfügbaren Web APIs. Diese Vielfalt gibt dem Web Entwickler die Möglichkeit jede Menge Daten zu kombinieren. Es können neue, interessante, informative und spannende Inhalten geschaffen werden. Das ist erst einmal sehr gut für den Anwender.

Auf der anderen Seite ist aber nicht immer klar woher die Daten eigentlich kommen - und ganz nebenbei: es müssen nicht immer Daten sein die da aus der Wolke kommen. JSON und innerHTML sind ein gaar lustiges Paar. Aus Daten können auf einmal ausführbare Scripte werden welche in der Lage sind Daten zu manipulieren oder gar zu entführen.

Mittels solch toller Abkürzungen wie XSS, CSRF und alle Arten von *Injection findet man mittels einer geeigneten Suchmaschine (kennt eigentlich jemand IxQuick - der Name verhindert meiner Ansicht nach erfolgreich die weitere Verbreitung) recht schnell alle Arten von Informationen zu diesen Themen. Schnell noch das Wort "prevent" in die bevorzugte Suchmaschine eingegeben (natürlich inkl. der tollen Abkürzungen) und schon ist man im Bilde. Eine gute Referenz zu dem Thema gibt es bei OpenAjax.

Jetzt muss man als Anwender all dieser Web APIs nur noch wissen wer sich um Sicherheit kümmert und wer nicht - man muss nicht alles selber wissen man sollte nur wissen wo man Antworten bekommt. Hier am konkreten Beispiel einer Web API ... ;)

Ubiquität

Ein Wort welches mir in letzter Zeit immer häufiger begegnet ist Ubiquität. Und das obwohl das Wort und der Zusammenhang mit der Informationstechnologie schon einige Jahre alt ist. Ein tolles Wort welches meint, das etwas allgegenwärtig ist. Also immer und jederzeit verfügbar. Mozilla hat kürzlich ein interessantes Projekt veröffentlicht welches den englischen Namen trägt.

Cloud computing und SaaS sind eindeutig Treiber von ubiquitären Systemen. Mail trifft das Wort ubiquitär heute den Nagel fast schon auf den Kopf. Per Webmail, über das Handy, auf dem PC per Fat-Client. Zugriff immer und überall - allerdings müsste man noch an den Daten-Roaming-Gebühren arbeiten, denn die sind eindeutig zu hoch und die Tarfife zu verworren.

Ein weiterer wichtiger Schritt, in eine Zukunft in der uns die Technik ubiquitär unterstützt, ist das Semantische Web. Es gibt eine riesige Menge an Informationen, aber wir sind heute gar nicht in der Lage diese Informationen zu filter und zu nutzen. Auf jeden Fall nicht im Sinne der Ubiquität. Aber ich bin mir sicher, das wir in einigen Jahren einige sehr interessante Anwendungen nutzen werden - die alle in der Cloud als Service angeboten werden bzw. auf Informationen zugreifen - und welche die Nutzer als ubiquitär bezeichnen werden. Nun gut, es kann durchaus sein das wir alle aus Marketing Gründen ein anderes Wort gefunden haben, welches dem dann anstehenden Trend besser entsprechen wird.

Silberstreifen

Der neue Browser von Google lässt sich seit heute herunterladen und ausprobieren. Schlicht, schnell und benutzerfreundlich ist er. Ganz so wie man das von Google gewohnt ist. Und natürlich kostenlos. Die Intension von Google ist in einem Comic ersichtlicht. Aber natürlich nur der Teil der für Entwickler und Endanwender interessant ist. Den anderen Teil muss man sich denken.

Der Browser ist für Google die Eintrittskarte in Bereiche, die heute noch von anderen Firmen dominiert werden. Microsoft Office zum Beispiel. Während die einen noch viele Programme auf dem Computer installieren und bedienen, starten andere die Programme "in der Cloud". Webmail zum Beispiel, oder Textverarbeitung, oder Instant Messaging, oder oder oder.

Der aktuelle Trend "Cloud Computing" und der Trend, Software als Service anzubieten ist der ideale Nährboden für Google. Denn nur wenn der Benutzer im Internet ist, kann Google das Verhalten und die Interessen der Benutzer herausfinden und gezielte Werbung anbieten. Das ist ja das Kerngeschäft von Google.

Google steht mit beiden Beinen in der "Cloud" und hat einen direkten Draht zum Endanwender. Das heißt, Google ist eines der wenigen Unternehmen welches den "Stack" komplett "beherrscht". Das kann gut sein und faszinierende Anwendungen hervorbringen, aber auf der anderen Seite birgt dieses Konstrukt auch Raum für Skepsis - das jede Chrome Installation eine eindeutige ID hat und alle Eingaben im Adressfeld an Google gesendet werden spricht Bände.

Apple's SaaS Modell

Super Idee, der AppStore, in dem externe Entwickler ihre Applikationen ablegen können und Apple das "fulfillment" erledigt. Das nenne ich doch ein erfolgreiches und skalierendes SaaS Modell. Und die Servicemöglichkeiten gehen weit über normale Modelle hinaus. Die Ankündigung (http://www.zdnet.de/security/news/0,39029460,39194724,00.htm), das man Milliarden umsetzen möchte, erscheint lukrativ.

Vor allem unter dem Gesichtspunkt der "Hintertür", die heute offiziell bestätigt wurde. Damit ist es möglich Anwendungen zu deinstallieren. Das ganze wird mittels einer (Black-)Liste gewartet, die auf einem Webserver liegt. Nun hoffe ich stark, das man bedacht hat das ganze mittels Zertifikaten oder ähnlichem zu sichern. Sonst kommt noch jemand auf die Idee einen Hot Spot anzubieten auf dem ein DNS läuft, welcher die vom iPhone angesprochene Webseite auf eine eigene umlenkt und dem iPhone Nutzer eine Blacklist unterjubelt.

Aber halt, wir waren doch bei dem skalierenden Geschäftsmodell. Der Benutzer kann ja erneut kaufen und damit verstehe ich besser was Steve in seinem Interview meinte ...

Alternativen

Die neue Suchmaschine Cuil kann meine Erwartungen noch nicht so richtig erfüllen. Zwar wurde großmundig angekündigt das die Suchmaschine mehr Seiten im Index hält als Google, aber das sagt noch nichts über die Qualität der Ergebnisse aus. Eine einfache Suche nach einem existierenden Drupal Modul zum Beispiel ergibt auf der ersten Suchseite keine Ergebnisse. Bei Google wird auf das Modul im ersten Resultat verwiesen. Für die Cuil Crew also noch ein weiter Weg. Allerdings ist es immer gut eine Alternative zu haben. So ist Google sehr daran interessiert alles über die Suchenden herauszufinden und diese Daten zu speichern und viel wichtiger, gewinnbringend zu verwerten. Die Sektion "Privacy" bei den Freunden von Cuil ist sehr übersichtlich und besagt das keine Informationen über den Benutzer gespeichert werden. Es bleibt selbstredend abzuwarten wie eine Suchmaschine wie Cuil die Quantität der monetären Zuwendungen erhöhen wird. Apropos Alternative: auch für die Benutzer des letztens erwähnten "CherryPal cloud computers" wäre es sicherlich ab und an interessant eine Alternative zur Hand zu haben ...

iDerDaus

Es gibt Nachrichten die mich überraschen können, einige sind lustig und wieder andere sind nervig. Heute huschte eine News über meinen Bildschirm die mich überrascht hat: "Cloud Computing Start-Up Creates PowerPC-Based Cloud Desktop". Da haben wir gleich zwei Mal Cloud drin. Cloud ist derzeitig das Brummwort schlecht hin. Bei genauerem lesen des Artikels (http://java.sys-con.com/read/614371.htm) formten sich die folgenden Buchstaben vor meinen Augen: "... ultra-green CherryPal cloud computer ... ". Ultra-green meint hier die "grüne IT". Also noch ein Brummer der in diesen Tagen angesagt ist. Der Computer holt und speichert seine Daten auf dem Amazone Service EC2. Das Frontend ist ein modifizierter Firefox. Um die Kosten des EC2 an den Kunden abzugeben soll Werbung dargestellt werden. Beide Aussagen haben mich überrascht. Firefox als einziges Frontend zu allen Anwendungen und die Möglichkeit Werbung darzustellen, ohne das der Kunde diese abschalten kann. Interessant.

Fehlte eigentlich nur noch, das der Computer in irgendeiner Weise mit dem iPhone zusammen arbeiten kann. Aber dann hätte die Meldung wahrscheinlich alle anderen Neuigkeiten des heutigen Tages von der Bildfläche verdrängt. Aus Sicht von Apple wäre das nicht schlecht gewesen (http://www.heise.de/newsticker/Apples-MobileMe-Dienst-verlor-Mails--/mel...).
Wo wir gerade beim Verlieren von Mails sind. Getreu den Produktnamen von Apple wäre es vielleicht passender gewesen den Dienst nicht mobileMe zu nennen sondern vielleicht iLostMyMails, iWeg oder iTrash.

Jetzt bin ich aber zu hart. Schließlich verbindet mich mit Apple etwas. Der Apple IIe. Das waren noch Zeiten. Grüne Farben die man an zwei Händen abzählen konnte. Ach ja - finde trotzdem das iOff oder iForgot gut passen ...

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