Cloud computing

Mobile Entwicklung

Es ist nun knapp ein halbes Jahr her das ich über die mobile Fragmentierung des Marktes geschrieben habe und seither ist recht viel passiert. Der Markt ist noch stärker fragmentiert. Für den Hersteller, respektive den Entwickler, ist es noch aufwendiger eine breite Masse an Anwendern zu erreichen . Schauen wir uns die aktuelle Situation an. Als erstes schauen wir uns aktuelle Marktzahlen an des gesamten Marktes an.

Marktanteile Q1 2009:

Nokia: 40.43 %
Samsung: 19.91 %
LG: 9.83 %
Motorola: 6.39 %
Sony Ericsson: 6.3 %
Blackberry/RIM: 3.39 %
Apple: 1.65 %
Others: 12.09 %

Quelle: http://www.mobileisgood.com/statistics.php?year=2009

Wenn wir uns diese Zahlen anschauen und einmal den Anteil der Java-fähigen Geräte extrahieren kommen wir auf min. 70 % (Nokia + Samsung + Motorola + Blackberry + ein paar % others).

Die gleiche Betrachtung auf den Smartphone Markt angewendet zeigt (leider nur Q4/2008 Zahlen):

Nokia: 40.8 %
Blackbery/RIM: 19.5 %
Apple: 10.7 %
HTC: 4.3 %
Samsung: 4.2 %
Others: 20.5 %

Quelle: http://www.gartner.com/it/page.jsp?id=910112

Alleine Nokia und Blackberry/RIM kommen auf stolze 60.3 % und ich denke das man auch im Smartphone Markt von einer Java-Abdeckung von min. 2/3 ausgehen kann (und nein, den Win Mobile Java Stack zähle ich nicht dazu).

Was aber, wenn man nahezu 100% abdecken möchte? In Zeiten von Cloud computing und immer besser werdenden Browser Unterstützung liegt eine Webanwendung nahe - gemeinhin auch als Webseite bezeichnet. Interessanter Weise zeichnet sich bei den mobilen Geräten ein Trend ab, der eine Konsolidierung aufweist: Der mobile Browser. Schaut man sich den Trend an, dann zeichnet sich ab, das zukünftig die folgenden Browser auf mobilen Geräten zu finden sind:

WebKit basierend (Safari/Android/Nokia)
IE
Fennec/Firefox
Opera

Das ist eine recht positive Entwicklung denn sie birgt die Chance Entwicklungen einer breiten Masse zur Verfügung zu stellen.

Markenrechte und die Freiheit

Gerade hatte ich mich an den Begriff Netbook gewöhnt und jetzt darf man ihn nicht mehr so verwenden wie man eigentlich möchte:

http://www.zdnet.de/news/business/0,39023142,39200710,00.htm

Ich denke zwar nicht das der Begriff sich so einfach aus der Welt schaffen läßt, aber man kann ja schon einmal über Alternativen nachdenken: Cloudbook oder Microbook fallen mir da spontan ein. Gewiss werden sich findige Analysten schon darüber Gedanken machen, wie wir die kleinen Gesellen zukünftig nennen werden.

Die Aufbereitung von Inhalten (gerade beim anhaltenden Trend Cloud computing) für Netbooks könnte übrigens von einigen Anbietern übrigens noch etwas besser gelöst werden - aber das liegt vielleicht daran das der Designer und Entwickler vor einem 30 Zoll Monitor sitzt ...

Android wurde übrigens auch gerade auf einem Netbook zum Laufen gebracht, wie diese News uns wissend macht:

http://neuerdings.com/2009/01/03/google-android-laeuft-auch-auf-einem-ne...

Das Android läuft heißt nicht gleichzeitig das ein Anwender das ganze auch benutzen kann. Allerdings braucht ein Cloud Service Device (macht sich gut als Akronym: CSD) auch nicht viel mehr als einen Browser und da schließt sich der Kreis, denn Google arbeitet gerade daran:

http://www.heise.de/newsticker/Google-kuendigt-Mac-und-Linux-Versionen-v...

Markenrechte, Patente oder aber Systeme die von einem Hersteller kontrolliert werden können, sind auf die Dauer einengend. Das sollten wir nicht vergessen, auch wenn manche Angebote noch so verlockend dargeboten werden.

Mobile Fragmentierung

Der mobile Markt war vor einiger Zeit recht übersichtlich und als Programmierer war klar welche Plattform mit welcher Sprache unterstützt werden musste, um eine breite Masse zu erreichen. J2ME als Technologie reichte aus um plattformübergreifend - manchmal mit devicespezifischen Anpassungen - die Anwendung zu erstellen. Seit einiger Zeit hat sich der Markt allerdings gewandelt und es ist davon auszugehen das sich das zukünftige Bild noch viel stärker verändern wird. Aus Hersteller-/ oder Entwicklersicht sind die aufkommenden Neuerungen nur bedingt positiv. So bleiben nur die Fragen: wie erreiche ich die meisten Anwender, was ist die beste Sprache/Technologie und welches ist der beste Weg dem Benutzer eine positive "user experience" zukommen zu lassen. Eine kurze - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - Übersicht.

Apple/iPhone
Im Bereich der "user experience" derzeitig eine der besten Möglichkeiten. Auch der Vertriebskanal ist denkbar einfach (sofern man keine Anwendung hat die Apple nicht passt und von daher nicht im Appstore landet). Wer allerdings noch keine Erfahrungen in Objective-C hat und keinen Apple mit OS X 10.5.2 sein eigen nennt wird nicht weit kommen, es sei denn, man entwickelt eine Web App - hier kann man mit HTML, CSS und JavaScript punkten, hat aber natürlich nicht den vollen Zugriff (na gut, den hat man beim iPhone ohnehin nicht :).

Google/Android

MashItUp, aber sicher!

Top 15 web API categoriesNun ist es offiziell. Es gibt eine ganze Reihe von mehr oder weniger frei verfügbaren Web APIs. Diese Vielfalt gibt dem Web Entwickler die Möglichkeit jede Menge Daten zu kombinieren. Es können neue, interessante, informative und spannende Inhalten geschaffen werden. Das ist erst einmal sehr gut für den Anwender.

Auf der anderen Seite ist aber nicht immer klar woher die Daten eigentlich kommen - und ganz nebenbei: es müssen nicht immer Daten sein die da aus der Wolke kommen. JSON und innerHTML sind ein gaar lustiges Paar. Aus Daten können auf einmal ausführbare Scripte werden welche in der Lage sind Daten zu manipulieren oder gar zu entführen.

Mittels solch toller Abkürzungen wie XSS, CSRF und alle Arten von *Injection findet man mittels einer geeigneten Suchmaschine (kennt eigentlich jemand IxQuick - der Name verhindert meiner Ansicht nach erfolgreich die weitere Verbreitung) recht schnell alle Arten von Informationen zu diesen Themen. Schnell noch das Wort "prevent" in die bevorzugte Suchmaschine eingegeben (natürlich inkl. der tollen Abkürzungen) und schon ist man im Bilde. Eine gute Referenz zu dem Thema gibt es bei OpenAjax.

Jetzt muss man als Anwender all dieser Web APIs nur noch wissen wer sich um Sicherheit kümmert und wer nicht - man muss nicht alles selber wissen man sollte nur wissen wo man Antworten bekommt. Hier am konkreten Beispiel einer Web API ... ;)

Ubiquität

Ein Wort welches mir in letzter Zeit immer häufiger begegnet ist Ubiquität. Und das obwohl das Wort und der Zusammenhang mit der Informationstechnologie schon einige Jahre alt ist. Ein tolles Wort welches meint, das etwas allgegenwärtig ist. Also immer und jederzeit verfügbar. Mozilla hat kürzlich ein interessantes Projekt veröffentlicht welches den englischen Namen trägt.

Cloud computing und SaaS sind eindeutig Treiber von ubiquitären Systemen. Mail trifft das Wort ubiquitär heute den Nagel fast schon auf den Kopf. Per Webmail, über das Handy, auf dem PC per Fat-Client. Zugriff immer und überall - allerdings müsste man noch an den Daten-Roaming-Gebühren arbeiten, denn die sind eindeutig zu hoch und die Tarfife zu verworren.

Ein weiterer wichtiger Schritt, in eine Zukunft in der uns die Technik ubiquitär unterstützt, ist das Semantische Web. Es gibt eine riesige Menge an Informationen, aber wir sind heute gar nicht in der Lage diese Informationen zu filter und zu nutzen. Auf jeden Fall nicht im Sinne der Ubiquität. Aber ich bin mir sicher, das wir in einigen Jahren einige sehr interessante Anwendungen nutzen werden - die alle in der Cloud als Service angeboten werden bzw. auf Informationen zugreifen - und welche die Nutzer als ubiquitär bezeichnen werden. Nun gut, es kann durchaus sein das wir alle aus Marketing Gründen ein anderes Wort gefunden haben, welches dem dann anstehenden Trend besser entsprechen wird.

Silberstreifen

Der neue Browser von Google lässt sich seit heute herunterladen und ausprobieren. Schlicht, schnell und benutzerfreundlich ist er. Ganz so wie man das von Google gewohnt ist. Und natürlich kostenlos. Die Intension von Google ist in einem Comic ersichtlicht. Aber natürlich nur der Teil der für Entwickler und Endanwender interessant ist. Den anderen Teil muss man sich denken.

Der Browser ist für Google die Eintrittskarte in Bereiche, die heute noch von anderen Firmen dominiert werden. Microsoft Office zum Beispiel. Während die einen noch viele Programme auf dem Computer installieren und bedienen, starten andere die Programme "in der Cloud". Webmail zum Beispiel, oder Textverarbeitung, oder Instant Messaging, oder oder oder.

Der aktuelle Trend "Cloud Computing" und der Trend, Software als Service anzubieten ist der ideale Nährboden für Google. Denn nur wenn der Benutzer im Internet ist, kann Google das Verhalten und die Interessen der Benutzer herausfinden und gezielte Werbung anbieten. Das ist ja das Kerngeschäft von Google.

Google steht mit beiden Beinen in der "Cloud" und hat einen direkten Draht zum Endanwender. Das heißt, Google ist eines der wenigen Unternehmen welches den "Stack" komplett "beherrscht". Das kann gut sein und faszinierende Anwendungen hervorbringen, aber auf der anderen Seite birgt dieses Konstrukt auch Raum für Skepsis - das jede Chrome Installation eine eindeutige ID hat und alle Eingaben im Adressfeld an Google gesendet werden spricht Bände.

iDerDaus

Es gibt Nachrichten die mich überraschen können, einige sind lustig und wieder andere sind nervig. Heute huschte eine News über meinen Bildschirm die mich überrascht hat: "Cloud Computing Start-Up Creates PowerPC-Based Cloud Desktop". Da haben wir gleich zwei Mal Cloud drin. Cloud ist derzeitig das Brummwort schlecht hin. Bei genauerem lesen des Artikels (http://java.sys-con.com/read/614371.htm) formten sich die folgenden Buchstaben vor meinen Augen: "... ultra-green CherryPal cloud computer ... ". Ultra-green meint hier die "grüne IT". Also noch ein Brummer der in diesen Tagen angesagt ist. Der Computer holt und speichert seine Daten auf dem Amazone Service EC2. Das Frontend ist ein modifizierter Firefox. Um die Kosten des EC2 an den Kunden abzugeben soll Werbung dargestellt werden. Beide Aussagen haben mich überrascht. Firefox als einziges Frontend zu allen Anwendungen und die Möglichkeit Werbung darzustellen, ohne das der Kunde diese abschalten kann. Interessant.

Fehlte eigentlich nur noch, das der Computer in irgendeiner Weise mit dem iPhone zusammen arbeiten kann. Aber dann hätte die Meldung wahrscheinlich alle anderen Neuigkeiten des heutigen Tages von der Bildfläche verdrängt. Aus Sicht von Apple wäre das nicht schlecht gewesen (http://www.heise.de/newsticker/Apples-MobileMe-Dienst-verlor-Mails--/mel...).
Wo wir gerade beim Verlieren von Mails sind. Getreu den Produktnamen von Apple wäre es vielleicht passender gewesen den Dienst nicht mobileMe zu nennen sondern vielleicht iLostMyMails, iWeg oder iTrash.

Jetzt bin ich aber zu hart. Schließlich verbindet mich mit Apple etwas. Der Apple IIe. Das waren noch Zeiten. Grüne Farben die man an zwei Händen abzählen konnte. Ach ja - finde trotzdem das iOff oder iForgot gut passen ...

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